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Die stille Revolution der Frauen

Neue Ausstellung des Frauenzentrums im Bautzener Senfmuseum

Der Bautzener Senfladen Manufaktur & Museum am Fleischmarkt 5 zeigt ab Mittwoch, dem 8. Februar 2012, eine Ausstellung des Frauenzentrums Bautzen. Unter dem Titel „Die stille Revolution der Frauen - Frauen der Romantik, Realismus und Revolution“ wird die Geschichte von Frauen erzählt, die im 19. Jahrhundert ihren eigenen Weg gingen und so aus dem Rahmen des damals üblichen Rollenbildes traten. „Das 19. Jahrhundert war von zahlreichen politischen Umbrüchen geprägt“, sagt R. Ellen Spengler vom Frauenzentrum Bautzen, die gemeinsam mit Manuela Strack die Ausstellung konzipiert hat. Realisiert wurde der ansprechende Ausflug in das 19. Jahrhundert von Sandra Kappler und dem Team des Frauenzentrums.

Die napoleonischen Kriege, das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und die damit verbundene Neuordnung Europas im Wiener Kongress und letztlich auch die deutsche Reichsgründung 1871 mit ihren vorangehenden Kriegen führten zu weitreichenden strukturellen Veränderungen. Hinzu kam die beginnende Industrialisierung mit ihren starken Einflüssen auf Gesellschaft, Architektur und die bildenden Künste. Landflucht und Massenelend führten zusätzlich zu einer Erosion bisher geltender Gesellschaftsordnungen. „Die stille Revolution“ zeichnet in diesem Zusammenhang Lebenswege von Frauen nach, die der Vision ihres Weges aus eigenem Entschluss gingen, oft auch mit Unterstützung ihrer Familie. „Sie konnten die Hindernisse der Vorurteile und der gängigen Klischeés überwinden, indem sie ihr persönliches Ziel nicht aus den Augen ließen“, so R. Ellen Spengler. Manche Frauen seien daran auch körperlich oder geistig zerbrochen, wie zum Beispiel die Bildhauerin Camille Claudell. Anderen – wie der Physikerin Marie Curie- sei der Weg zum persönlichen und beruflichen Erfolg bis hin zu einem Nobel-Preis geglückt. Spengler: „Damit wurden sie zu Wegbereiterinnen der heutigen Frauen. Ihr Mut, Durchhaltevermögen und ihre Kraft beeindrucken uns noch immer.“

Die interessanten Ausarbeitungen des Frauenzentrums werden anschaulich durch Haushaltsgegenstände und Zeitdokumente aus der Sammlung des Bautzeners Falk Lorenz ergänzt, die den Besucher in Alltag und Kunst des 19. Jahrhunderts entführen. Dazu zählen neben originalen Modezeitschriften, Haushaltsbüchern und Nähutensilien auch Karikaturen über Frauen, die Rad fahren, sowie Bilder zur Rollenverteilung von Mann und Frau.

Die Ausstellung ist noch bis zum 10. April 2012 im Bautzener Senfladen Manufaktur & Museum zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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Das Tragen von Hosen, Ski-Fahren - im 19. Jahrhundert brachen die Frauen in ein neues Selbstbewusstsein auf.

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Texte:  Revolution_der_Frauen.pdf

Pressekontakt:
Falk Lorenz, Bautz´ner Senfladen Museum & Manufaktur
Fleischmarkt 5, 02625 Bautzen; Telefon: 03591/598015
Email: galand@arcor.de
www.facebook.com/senfstube

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