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Senfmuseum zeigt märchenhafte Weihnachtsausstellung

Nicht nur auf dem Bautzener Wenzelsmarkt - auch im Bautz´ner Senfladen Manufaktur und Museum am Fleischmarkt geht es in diesen Tagen sehr adventlich zu. Oder eher märchenhaft? „Wohl beides“, schmunzelt Falk Lorenz, der eben die letzten Exponate seiner Weihnachtsausstellung mit Erklärtäfelchen versieht, die Bilderrahmen an den Wänden zurechtrückt und sich fast wie ein Kind über die rund 200 Exponate der Ausstellung freut. Oder besser gesagt, an ihnen erfreut. Denn mit den ausgestellten Gegenstände, die unter dem Titel „Weihnachtszeit – Märchenzeit“ noch bis Ende des Jahres in der ersten Weihnachtsausstellung des Senfmuseums zu sehen sein werden, würde er am liebsten gleich selbst spielen wollen. Nach einigen Jahren, in denen das Spielzeug auf dem Dachboden seiner Eltern darauf wartete, von ihm wieder ans Tageslicht geholt zu werden. „Da werden Kindheitserinnerungen wach“, seufzt der 37-Jährige mit Blick auf den Kaufmannsladen, der schon seiner Oma gehörte, die alten Kasperpuppen, die Bausteine.

Lorenz hat für die Ausstellung neben dem elterlichen Boden auch seine umfangreiche Privatsammlung an alten und schönen Dingen nach weihnachtlichen und märchenhaften Exponaten durchforstet und entführt so die Besucher der Ausstellung in die Weihnachtszeit der Jahre 1880 bis 1960: Weihnachtliche Grafiken, romantisch, kitschig oder auch gruselig, können im Wechsel mit alten Zeitungsbeiträgen über Weihnachtsbräuche oder –geschenke bestaunt werden. Ausschneidebögen und Papierkrippen sind ebenso zu sehen wie alte Weihnachtslieder am Museumsklavier. An einem Weihnachtsbaum ist Christbaumschmuck verschiedener Generationen dargestellt, selbst alte Baumständer hat er für die Ausstellung hervorgekramt. „Auch die Angestellten des Senfmuseums selbst haben die Ausstellung mit Exponaten bereichert“, freut sich Lorenz.

Im Gegensatz zu bisherigen Ausstellungen des Bautzener Garten- und Landschaftsarchitekten werden die Besucher der Weihnachtsausstellung vieles aus ihrer eigenen Kindheit wiedererkennen. „Gucken und entdecken“ – so lautet die Devise. Einen großen Teil der Schau hat Lorenz den Märchen gewidmet. Gezeigt werden alte Märchenbücher von den Gebrüdern Grimm, Wilhelm Hauff oder Hans Christian Andersen. „Das sind nicht nur Bücher, das sind wahre Schätze“, erklärt er. Nicht nur die in heutigen Kinderbüchern kaum noch vorhandenen aufwändigen Illustrationen sorgen bei dem Sammler für Entzücken. „Auch die Märchen selbst sind in den alten Büchern noch in ihrer bekannten Form nachzulesen.“ Heutzutage würden selbst die Grimmschen Märchen anders abgefasst, beschönigt und anderweitig geändert. Ein Graus für den Märchenliebhaber, der das Märchenlesen zwischen den einzelnen Gängen des Weihnachtsessens zur privaten Tradition erklärt hat. „Weihnachten und Märchen, beide sind für mich irgendwie beruhigend, daher mag ich sie sehr.“ Jeder Augenblick , den er in den vergangenen Tagen mit dem Aufbau seiner Ausstellung verbracht hat, habe seine Vorfreude auf das Weihnachtsfest noch einmal zusätzlich gesteigert. „Ich wünsche mir, dass es unseren Besuchern genau so geht.“

Passend zur Ausstellung wird im Bautz´ner Senfladen Manufaktur & Museum auch eine neue Senfspezialität angeboten: die „märchenhafte Weihnachtssenfsauce“, verfeinert mit Honig und weihnachtlichen Gewürzen.

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Jugend Märchen (1900)

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Karte, Weihnacht (1902)

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Karte, Weihnacht (1905)

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Texte:  Weihnachtsausstellung.pdf

Pressekontakt:
Bautz´ner Senfladen Museum & Manufaktur
Fleischmarkt 5, 02625 Bautzen; Email: presse@senf-stube.de

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